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Wie Eisschilde und frühere Eisdicken rekonstruiert werden

Ein ehemaliger Eisrand misst keine Eisdicke. Die Höhe und das Volumen verschwundener Eisschilde müssen mit Modellen und geologischen Randbedingungen rekonstruiert werden.

Beobachtungen und Modelle haben verschiedene Aufgaben

Glaziale Landformen, Sedimente und Datierungen begrenzen mögliche frühere Eisflächen. PaleoMIST kombiniert rekonstruierte Eisränder mit einem Modell der Eisgeometrie. Annahmen über Untergrund und Eismechanik beeinflussen das Ergebnis.

Die weiße Ebene nutzt veröffentlichte ICESHEET-Grenzen für Nordamerika, Eurasien, Antarktika und Patagonien. Sie ist kein vollständiges Verzeichnis aller kleinen Gebirgsgletscher.

Quellenangaben: Gowan et al. (2021) — A new global ice sheet reconstruction for the past 80,000 yearsICESHEET 2.0 — published margin files and code

Was passiert beim Klicken?

Der Atlas wählt den nächstgelegenen Punkt des globalen 1°-Gitters für aufliegendes Eis und den nächsten 2.500-Jahres-Zeitpunkt. Ein Grad entspricht etwa 111 km in Nord-Süd-Richtung; der Ost-West-Abstand nimmt zu den Polen ab. Die Rundung auf 10 m beschreibt die Anzeige, nicht eine wissenschaftliche Genauigkeit von 10 m.

Null bedeutet kein aufliegendes Eis in dieser Modellzelle. Kleine Gletscher oder schwimmendes Eis sind damit nicht ausgeschlossen. Fehlende Daten und Ladefehler werden getrennt angezeigt. Ein Gitterpunkt kann jenseits eines vereinfacht dargestellten Eisrandes liegen.

Quellenangaben: Gowan (2019) — PaleoMIST reconstruction dataset, corrected April 2021 (CC BY 4.0)

Eine Rekonstruktion statt einer endgültigen Antwort

PaleoMIST wurde wissenschaftlich begutachtet. Seine Meeresspiegelimplikationen wurden jedoch in einem veröffentlichten Kommentar kritisiert; darauf antworteten die Autoren. Beide Texte sind verlinkt. Eine Veröffentlichung macht nicht jede geschätzte Dicke zu einer gesicherten Beobachtung.

Eismodell und Spratt–Lisiecki-Meeresspiegelkurve sind getrennte Eingaben. Zusammen bilden sie eine Lernvisualisierung, keine einheitliche Simulation von Eis, Erde und Ozean.

Quellenangaben: Gowan et al. (2021) — A new global ice sheet reconstruction for the past 80,000 yearsYokoyama et al. (2022) — Towards solving the missing ice problem and the importance of rigorous model data comparisonsGowan et al. (2022) — Reply to the missing ice commentary

Eisdicken sinnvoll vergleichen

Behalte denselben Punkt bei, während du die Zeit änderst. Unterschiede zeigen verschiedene Modellzustände. Leite aus 100-Jahres-Schritten weder eine lokale Schmelzrate ab noch rechne das Modell als Zukunftsprognose weiter.

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