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Das letzte glaziale Maximum: die größte Ausdehnung der Eisschilde
Das letzte glaziale Maximum war der Zeitraum, in dem die Eisschilde während des letzten Glazialzyklus annähernd ihre größte Ausdehnung erreichten. Es war kein einzelnes weltweites Ereignis.
Wann war das letzte glaziale Maximum?
Eine häufig verwendete Synthese grenzt den Zeitraum auf etwa 26.500–19.000 Jahre vor der Gegenwart ein. Einzelne Eisschilde und Eisränder erreichten ihre größte Ausdehnung nicht gleichzeitig. Die Startansicht bei 21.000 BP liegt innerhalb dieses Intervalls.
Quellenangaben: Clark et al. (2009) — The Last Glacial Maximum
Was veränderte sich auf der Karte?
Große Eisschilde bedeckten weite Teile Kanadas und Nordeuropas. Der IPCC schätzt den globalen mittleren Meeresspiegel im Maximum auf etwa 125–134 Meter unter dem heutigen Niveau. Dieser globale Wert beschreibt nicht die Höhe jeder damaligen Küste.
Freiliegender Schelf und Gletschereis sind unterschiedliche Ebenen. Land konnte oberhalb des Meeres liegen, ohne von einem Eisschild bedeckt zu sein. Beringia ist dafür ein wichtiges Beispiel.
Quellenangaben: Gowan et al. (2021) — A new global ice sheet reconstruction for the past 80,000 yearsIPCC (2021) — AR6 Working Group I, Chapter 9, Table 9.6USGS — Geology of Bering Land Bridge National Preserve
Das Ende der Kaltzeit
Der Übergang zum Holozän erfolgte später. Seine formale Grenze liegt etwa 11.700 Jahre vor 2000, entsprechend etwa 11.650 Jahre vor dem BP-Bezugsjahr 1950. Die Epochenanzeige ist eine zeitliche Orientierung und kein Datum für einen weltweit gleichzeitigen Eisrückzug.
Quellenangaben: International Commission on Stratigraphy — Holocene GSSP
Den Zeitraum erkunden
Vergleiche 25.000, 20.000 und 15.000 BP bei gleicher Kartenansicht. Trenne Änderungen am Eisrand von Änderungen des freiliegenden Schelfs. Beachte bei einer Punktabfrage auch den Modellzeitpunkt: Eisdicken liegen in Schritten von 2.500 Jahren vor.