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Doggerland: die Landschaft unter der Nordsee

Doggerland bezeichnet eine frühere Landschaft im Bereich der heutigen südlichen Nordsee. Ihre Geschichte umfasst wechselnde Küsten, menschliche Besiedlung und den schrittweisen Verlust trockenen Landes.

Eine Landschaft im Meeresboden

Geophysikalische Messungen und Sedimentkerne erschließen frühere Landschaftsmerkmale. Archäologische Funde und Umweltarchive ergänzen Hinweise auf Menschen und Ökosysteme. Ihre räumliche Abdeckung ist unterschiedlich: Eine durchgehende digitale Küstenlinie ist keine vollständige archäologische Kartierung.

Quellenangaben: Walker et al. (2020) — A great wave: the Storegga tsunami and the end of Doggerland?

Zerstörte ein einziger Tsunami Doggerland?

Der Storegga-Tsunami traf die Nordseeregion vor etwa 8.200 Jahren. Forschungen betonen die Rolle des örtlichen Reliefs und eines bereits steigenden Meeresspiegels. Daraus folgt nicht, dass ganz Doggerland in einer einzigen Welle verschwand. Das Schicksal einzelner Gebiete verlangt regionale Belege.

Quellenangaben: Walker et al. (2020) — A great wave: the Storegga tsunami and the end of Doggerland?

Erkunden, ohne Überflutungsdaten zu erfinden

Beginne bei 21.000 BP für einen Überblick über den Schelf und gehe zum Holozän weiter. Diese Ansicht stellt keine einzelne mesolithische Siedlungslandschaft dar. Der Atlas enthält weder die lokale Rekonstruktion noch ein Tsunamimodell zur Datierung einer bestimmten Fundstelle.

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