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Warum entstehen Eiszeiten? Umlaufbahn und Klimarückkopplungen
Änderungen der Erdbahn tragen zum Rhythmus von Glazialzyklen bei. Die Klimawirkung hängt aber nicht einfach vom Abstand zur Sonne ab, sondern davon, wann und wo Strahlung ankommt.
Beim Sommer beginnen
Eis kann wachsen, wenn Schnee aufeinanderfolgende Sommer übersteht. Achsneigung, Präzession und die Form der Erdbahn verändern die jahreszeitliche und geografische Verteilung der Einstrahlung. Sommer in hohen nördlichen Breiten sind für große Eisschilde der Nordhalbkugel besonders relevant.
Quellenangaben: NASA — Milankovitch cycles and their role in Earth’s climate
Wie eine kleine Anregung verstärkt wird
Schnee und Eis verändern den reflektierten Anteil des Sonnenlichts. Treibhausgase und Ozeanzirkulation wirken ebenfalls mit dem Klimasystem zusammen. Orbitalzyklen allein erklären daher keinen vollständigen glazialen Übergang.
Regelmäßige Orbitalperioden sind kein genauer Kalender für jeden Gletscher. Eisschilde reagieren über längere Zeiträume; Größe, Untergrund und klimatische Umgebung spielen eine Rolle.
Quellenangaben: NASA — Milankovitch cycles and their role in Earth’s climateGowan et al. (2021) — A new global ice sheet reconstruction for the past 80,000 years
Was der Atlas zeigen kann
Gehe von 30.000 BP über das Maximum zur heutigen Referenz. Vergleiche rekonstruierte Eisränder, modellierte Dicken und freiliegendes Land. Der Atlas berechnet keine Strahlungsantriebe, Temperaturen, Niederschläge oder Kohlendioxidkonzentrationen.
Ein sichtbares Ergebnis hilft beim Formulieren einer Frage, beweist aber nicht eigenständig die physikalische Ursache. Die verlinkte Klimaerklärung behandelt die Mechanismen, die Modellveröffentlichung die Rekonstruktion.
Warum dies keine Vorhersage ist
Vergangene Glazialzyklen sind kein mechanisch verlängerbarer Zeitgeber. NASA unterscheidet ihre Zeitskalen von der schnellen Erwärmung der letzten Jahrzehnte. Der Atlas enthält ausschließlich historische Rekonstruktionen und sagt den Beginn einer nächsten Kaltzeit nicht voraus.
Quellenangaben: NASA — Milankovitch cycles and their role in Earth’s climate